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Geschichtliches

Geschichte der Gesamtschule Kamen

Baustelle

Spatenstich

Modell

    Die Gesamtschule Kamen besteht seit 51 Jahren. 1968, zur Zeit der Bildungsreform, stand auch Kamen vor der Frage, wie das Schulwesen zu verbessern sei, zumal die Stadt durch die kommunale Neuordnung 1968 erheblich angewachsen war. So konnte 1969 die neue Schule bei überwältigender Zustimmung durch die Bevölkerung den Betrieb aufnehmen. Zügig wurde der Bau eines neuen Schulgebäudes in Angriff genommen. Es sollte Raum geben für eine etwa 14-zügige Schule samt Oberstufe, also für mehr als 2.500 Schüler.So entstand bis 1975 eine der größten weiterführenden Schulen in Deutschland, in einem weitgestreckten und gegliederten Gebäude samt zwei Sporthallen und Hallenbad, außerhalb der Innenstadt auf einem 140.000 qm großen Gelände. Der Ausbau der Schule führte zu der Notwendigkeit, Jahr für Jahr 25-30 neue Lehrkräfte einzustellen. Das junge Kollegium zeichnete sich durch viel Engagement aus. Wegen der Größe der Schule entschloss sich die Stadt 1973, die Schule zu teilen. Die beiden Gesamtschulen wurden auf die Namen der vormaligen Bundestagspräsidenten Carlo Schmid und Hermann Ehlers getauft. 1978 konnten sich die Vertreter des ersten Abiturjahrgangs in das Goldene Buch der Stadt Kamen eintragen; die Zahl der Abiturienten in Kamen hatte sich dank der Gesamtschule schlagartig verdoppelt. Beide Gesamtschulen begannen, ihr Schulprofil zu entwickeln. Sie machten sich vor allem im Bereich der Schulkultur einen Namen, etwa durch Theateraufführungen und Chorkonzerte. Es gab auch ökologische Initiativen, sichtbar an Schulteich, Schulgarten und Tierhaltung. 1999 wurde die Auszeichnung als Umweltschule in Europa verliehen. Immer wieder beteiligten sich die Schulen auch an gesellschaftspolitischen Projekten, engagierten sich für Frieden und Toleranz, gegen Krieg und Rassismus.1998 konnte daher der Titel Schule ohne Rassismus erworben werden. Partnerschaftsprojekte in Zusammenarbeit mit der Albert-Schweitzer-Gesamtschule in Beeskow (Brandenburg) und dem Liceum in Sulecin (Polen) wurden mehrfach vom Bundespräsidenten ausgezeichnet. 30 Jahre lang war die Gesamtschule neben dem Gymnasium die einzige weiterführende Schule am Ort. Ende der 90er Jahre begann die Zahl der zu benachbarten Realschulen auspendelnden Schüler zu steigen. Der Rat beschloss die Errichtung einer Realschule und einer Hauptschule. Das bedeutete zugleich die Umwandlung der Gesamtschulen in Angebotsschulen und ihre schrittweise Zusammenlegung zu einer sechszügigen Gesamtschule Kamen. Dieser Prozess wurde im Jahr 2004  abgeschlossen, die Schule ist ab Klasse 5 Lernort für mehr als ein Drittel der Kamener Schülerinnen und Schüler.

     

    Unsere Stadt Kamen, (knapp 50.000 Einwohner in den Stadtteilen Mitte, Methler, Südkamen, Heeren-Werve, Derne und Rottum) liegt zwischen Hamm und Dortmund auf dem Hellweg, der fruchtbaren Bördelandschaft zwischen dem südlichen Münsterland und dem Sauerland. Die günstige Verkehrslage machte die Stadt zum Mitglied der Hanse. Ihr mittelalterlicher Ursprung ist noch immer im Innenstadtgrundriss erkennbar. Auch heute ist die Lage an der A1 und A2 (Kamener Kreuz) sowie an der Bahnstrecke Dortmund – Hamm einer der Gunstfaktoren der Stadt. Als Teil des östlichen Ruhrgebiets war Kamen, wie ihr benachbartes Oberzentrum Dortmund, zunächst von der Bergbauindustrie geprägt (Zeche Monopol). Mit dem Niedergang der deutschen Steinkohle befindet sie sich wie Letztere seit den 60er Jahren in einem Strukturwandel. Seit dieser Zeit ist die Stadt bestrebt, durch gezielte Wirtschaftsförderung die in den alten Wirtschaftsbereichen verlorenen Arbeitsplätze im Handel, in Dienstleistungen und mittelständigen Gewerben (Metallverarbeitung, Büroartikelherstellung, Fabrikation von Kunststoffteilen, chemische Produktion, optische Geräte, Baumaschinen und Stromzuführungen) neu zu schaffen. Die Gesamtschule im Schulzentrum liegt an der Peripherie des Stadtkerns im Übergang zur ländlichen westfälischen Landschaft. 2 Dreifachsporthallen, Außenanlagen und das direkt benachbarte städtische Hallenbad gehören zu den infrastrukturellen Vorzügen unserer Schule.
    Unsere Schule ist eine integrierte Gesamtschule, die alle Schulstufen nach der Grundschule bis zum Abitur umfasst. Im Bereich der Sekundarstufe I findet der Unterricht im Klassenverband und in höheren Klassen auch in einigen Fächern in Leistungsdifferenzierungskursen statt. Im Schuljahr 2017/2018 haben wir je 6 Klassen vom 5. bis 10. Schuljahr mit insgesamt 1001 Schülerinnen und Schülern Unsere Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe) führt bis zum Abitur und umfasst die Stufen 11 – 13. Diese werden zur Zeit von 310 Schülerinnen und Schülern besucht. Als Ganztagsschule beginnt bei uns der Unterricht um 7.45 Uhr und endet spätestens mit der 9. Stunde um 15.30 Uhr. Der Vormittagsbereich bis zur 5. Std. bzw. 6. Std. wird durch eine Mittagspause vom Nachmittagsbereich abgetrennt. In der Mittagspause können Schülerinnen und Schüler am Schulmittagessen in der Mensa teilnehmen und/oder von unseren AG-Angeboten und offenen Angeboten Gebrauch machen und entspannen.
    101 Kolleginnen und Kollegen unterrichten in diesem Schuljahr an unserer Schule.
    2 Sozialpädagogen, 3 Sonderpädagogen und 10 Referendare ergänzen die pädagogische Arbeit.