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DELF-Sprachprüfung - Ein Erfahrungsbericht

Ich habe im Juni 2021 an der DELF-Prüfung für das Sprachniveau B1 teilgenommen. (DELF bedeutet „diplôme d’études en langue française.) Vor der Anmeldung habe ich auf der Internetseite des „Institut français“ einen Einstufungstest gemacht und mit meiner Französischlehrerin überlegt, welches Niveau für mich am besten passt. Zur Vorbereitung hat mir Frau Wohlers ein Heft mit Übungsaufgaben ausgeliehen und ich habe zwischendurch mit meiner Austauschschülerin auf Französisch gesprochen.

Die schriftliche Prüfung habe ich samstags in der Schule geschrieben. Sie bestand aus drei Teilen: Hörverstehen, Leseverstehen und Textproduktion. Die verschiedenen Hörbeispiele wurden jeweils zwei Mal abgespielt, die Texte waren gut zu verstehen, allerdings war die Zeit zur Beantwortung der Fragen etwas knapp. Auch beim Leseverstehen gab es mehrere Texte, diese waren im Vergleich zu den dazugehörigen Aufgaben recht lang, aber die Zeit war ausreichend. Für die Schreibaufgabe gab es eine Aufgabenstellung mit einer Situation und Anweisungen zur Textart. Ich hatte viel Spielraum für eigene Ideen und die Wortzahl war nicht vorgegeben. Da ich etwas vor der Zeit fertig war, hatte ich genug Zeit meinen Text auf Fehler zu kontrollieren.

Die mündliche Prüfung hat in einer Schule in Münster stattgefunden. Ich habe vorab einen Termin mit einem genauen Zeitplan zugeschickt bekommen. Auf dem Schulhof haben wir Frau Wohlers getroffen. Ich hatte 10 Minuten Vorbereitungszeit, in der ich mir Notizen zu einem Thema machen durfte, über das ich reden und zu dem ich meine Meinung darstellen sollte. Es standen zwei Themen zur Auswahl, zu denen es jeweils einen kurzen Infotext auf Französisch gab. Da ich den ersten nicht richtig verstanden habe, habe ich mich für den Text zum Thema Taschengeld entschieden. Die Vorbereitungszeit ging schnell vorbei und am Ende wurde ich abgeholt und zum Prüfungsraum gebracht.

Die mündliche Prüfung war ebenfalls in drei Aufgaben unterteilt. Zu Beginn wurde ich von der Prüferin aufgefordert, über mich und meine letzten Ferien zu erzählen. Als mir nichts mehr eingefallen ist, hat sie mir direkt eine neue Frage gestellt. Dann musste ich über das Thema aus der Vorbereitungszeit reden. Ich habe anhand meiner Erfahrungen und mit Hilfe von Beispielen meine Meinung zum Thema Taschengeld dargestellt. Auch hier wurden mir wieder Fragen gestellt, wenn ich nicht weiterwusste. Zum Schluss habe ich zwei Rollenspielszenen bekommen, von denen ich mich für eine entscheiden durfte. Ich habe mich für eine Szene entschieden, bei der ich die Schulleiterin von einem „interkulturellen Schulfest“ am Ende des Jahres überzeugen sollte.

Die Zeit hat sich viel kürzer angefühlt, als sie tatsächlich war. Die Prüfer*innen haben alle auf Französisch mit mir gesprochen und waren super freundlich.

Ich habe mir vorher viele Gedanken und Sorgen gemacht, die sich im Nachhinein als unbegründet erwiesen haben, und ich bin froh, dass ich die Prüfung gemacht habe.

 

(Text: Theda Sch., EF; Abbildung: https://www.institutfrancais.de/muenchen/bildung/lehrprojekte/fuer-lehrer/ressourcen-fuer-lehrer/ressourcen-delf-scolaire )