28.11.2018

Kamener Schüler/innen lernen unter der Sonne Israels - Schüleraustausch der Gesamtschule Kamen und des Städtischen Gymnasiums mit der Rabin High-School in Eilat

Statt in den heimischen Klassenräumen zu büffeln, entflohen vom 04. - 13.11.18 insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums und der Gesamtschule Kamen dem kalten November und erweiterten ihren Horizont unter der Sonne Israels.

 

Im Rahmen der Städtepartnerschaft der Stadt Kamen mit der Stadt Eilat, Israel fand nach der erfolgreichen Wiederaufnahme im Jahre 2015 der dritte Schüleraustausch der beiden Kamener Schulen mit der Rabin High-School in Eilat statt.

 

Bevor die Schüler jedoch in den Süden Israels nach Eilat reisten, standen für sie intensive und lehrreiche Tage in Jerusalem und Umgebung auf dem Programm. Sie erkundeten die Altstadt Jerusalems unter geschichtlichen, religiösen und politischen Aspekten sowie die, im Westjordanland liegende, Stadt Bethlehem.  In Yad Vashem, der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte, nahmen die Jugendlichen an einem Seminartag der internationalen Schule für Holocaust Studien teil. Im Rahmen dessen wurden sowohl das Museum als auch die Außenanlagen, u.a. mit der Allee der Gerechten unter den Völkern und der Gedenkstätte für die Kinder unter fachkundiger Anleitung besichtigt. Am bewegendsten war jedoch sicherlich das Gespräch mit einem Zeitzeugen, dem 89-jährigen Samuel Oren, der als Jugendlicher nach Auschwitz deportiert wurde und später von den Nazis als Versuchsperson für medizinische Experimente missbraucht wurde. Eindrucksvoll schilderte er den Oberstufenschülern von seinen grausamen Erlebnissen unter dem NS-Regime und den vielen kleinen Zufällen, die letztlich sein Überleben dieser qualvollen Zeit ermöglichten, sowie vom Schicksal seiner Familie und seinem Weg nach Israel.

 

Auch die Weiterreise von Jerusalem nach Eilat bot den Schülerinnen und Schülern weiteren historischen Input: Die Festung Masada, ehemaliger Rückzugsort des König Herodes und letzte jüdische Bastion im Aufstand gegen die Römer, wurde erklommen und jede Menge über das durchaus komfortable Leben Herodes sowie die römische Kriegsführung gelernt. Zudem konnten sich die Kamener Schülerinnen und Schüler noch bei einem kurzen Bad im Toten Meer leibhaftig davon überzeugen, dass man dort wirklich nicht untergeht.

 

Die folgenden Tage in Eilat nahmen die Jugendlichen am Familienleben ihrer israelischen Austauschpartner teil und erlebten eine beeindruckende, quirlige, sonnige Stadt am Roten Meer mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten.  Morgens standen für die Schülerinnen und Schüler der Besuch der Rabin High-School mit gemeinsamen Unterricht und gruppen­dynamischen Aktionen auf dem Programm. Darüber hinaus teilten sie viele weitere Erlebnisse mit ihren israelischen Austauschpartnern, wie z. B.  eine Nachtwanderung in der Wüste, ein gemeinsames Picknick am Strand oder auch die Besichtigung des Unterwasser-Observatoriums und des Dolphin Reefs. Ein besonderer Höhepunkt war hier für viele die Teilnahme am Kiddusch am jüdischen Sabbat-Abend.

 

Viel zu schnell vergingen die Tage in Kamens sonniger Partnerstadt und endeten in einem emotionalen Abschied zwischen den Gastschülern, ihren Familien und Lehrern. Die Schüler­innen Pia Schnürer und Hanna Ketzler, formulierten ihrer Eindrücke bei ihrer gemeinsamen Ab­schiedsrede folgendermaßen: „Von der Herzlichkeit, Offenheit und Wärme, mit der wir hier von allen begrüßt und aufgenommen wurden, sind wir überwältigt. Wir sind dankbar für die zahl­reichen neuen Eindrücke und Erfahrungen.“

 

Nachdem alle Kamener gesund und munter in ihrer deutlich kälteren Heimat angekommen sind, beginnen nun die Planungen für den Gegenbesuch der israelischen Gastschüler im Juni 2019.

 

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den Lehrerinnen Kristina Dryden-Stys (Gesamtschule), Anke Limbacher (Gesamtschule), Sonja Desinger (Gymnasium) und Christine Hupe (Gymnasium)

 

Weitere Informationen zum Eilat-Austausch finden sich hier:

https://www.hellwegeranzeiger.de/Kamen/Von-der-Herzlichkeit-Offenheit-und-Waerme-sind-wir-ueberwaeltigt-Plus-1351363.html

 

 

(Text: Gesamtschule /Gymnasium; Fotos: Kristina Dryden-Stys)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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