13.09.2017

Studienfahrt der Latein-Kurse der Gesamtschule Kamen nach Rom

2, 3, 5, 7, 36, 39 … Was sich liest wie die Zahlen bei einer Ziehung der Lotterie „6 aus 49“, spiegelt in Wirklichkeit die relevanten Fakten der diesjährigen Studienfahrt der Lateinkurse der Gesamtschule Kamen wider:

 

Zwei Kurse der Stufen EF und Q1, begleitet von den drei betreuenden Lehrern Herrn Joeres (Latein), Frau Dryden-Stys (Geografie) und Herrn Lenz (Katholische Religion), hatten sich für fünf Tage bis zum 7. September mit insgesamt sechsunddreißig Teilnehmern auf den Weg nach Rom gemacht – und dabei neununddreißig Referate zu unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten vorbereitet!

 

Aber der Reihe nach…

 

Nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitungen im Unterricht (u. a. durch die Anfertigung von Facharbeiten und Handouts zu diversen Sehenswürdigkeiten) brachen wir am Sonntag (3. September), um halb zwei vom Bahnhof Kamen zum Flughafen nach Düsseldorf auf. Das Einchecken klappte ohne Probleme, doch der Flug verzögerte sich um mehr als eine Stunde, sodass wir mit deutlicher Verspätung erst gegen 22 Uhr in unserem Hotel in Rom ankamen.

 

Am Montag brachen wir um 9 Uhr auf. Nach einer geografischen Einführung zu Rom und dem Besuch der Kirche Santa Maria Maggiore und erkundeten wir zunächst das Gebiet rund um das Kolosseum:  Konstantinsbogen, die Kaiserforen sowie die knapp 30 m hohe Trajanssäule standen vormittags auf dem Programm.

Das Highlight war am Nachmittag dann ohne Zweifel der Besuch des Kolosseums. Neben der grausamen Geschichte der Gladiatorenkämpfe faszinierte uns besonders, dass das gewaltige Bauwerk (mit einem Fassungsvermögen von ca. 50.000 Zuschauern!) innerhalb von 15 Minuten geräumt werden konnte.

Nach dem gemeinsamen Abendessen machten wir uns wieder zu Fuß auf den Weg zur Spanischen Treppe – ein Muss für jeden Rom-Besucher!

 

Der nächste Tag begann mit einer U-Bahnfahrt zum Petersplatz. Nach einer Stunde Schlangestehen auf dem Petersplatz ging es in den Petersdom, dessen schiere Größe und die prachtvolle Innenausstattung alle beeindruckten. Anschließend liefen wir zur Engelsburg und überquerten den Tiber auf der Engelsbrücke. Nach dem Mittagessen besuchten wir die Piazza Navona, den wohl schönsten Platz Roms, bevor wir uns zum Pantheon begaben, wo wir erfuhren, dass seine knapp eintausendachthundert Jahre alte Kuppel größer ist als die des Petersdoms. Von dort gingen wir weiter zur Ara Pacis Augusti und beendeten unser Mammutprogramm am Augustus-Mausoleum.

Nach dem Abendessen machten wir uns erneut auf den Weg, diesmal zur Piazza Navona. Um Mitternacht gratulierten wir dem ersten von drei Geburtstagskindern und fielen todmüde ins Bett. (Der Schrittzähler eines Schülers gab für diesen Tag die gewaltige Zahl von rund 33.000 Schritten an!)

 

Wer geglaubt hatte, wir hätten schon „alles“ gesehen, sah sich am Mittwoch enttäuscht. Wir besuchten den Palatin-Hügel, genossen den Blick auf die Reste des antiken Circus Maximus und erkundeten bis zum Mittagessen das Forum Romanum, den zentralen Marktplatz des antiken Rom.

Nach der Mittagspause gingen wir von der „Schreibmaschine“, dem italienischen Nationalmonument für König Vittore Emanuele II. aus dem späten 19. Jahrhundert, zum Kapitol, schauten uns danach das Marcellus-Theater an, bevor wir über die Tiberinsel mit ihrer schiffsähnlichen Form zum Bereich des antiken Forum Boarium (dem Viehmarkt) kamen, wo mit der Kirche Santa Maria in Cosmedin und der Bocca della Verità die letzten Sehenswürdigkeiten warteten.

Abends ging es natürlich wieder los, diesmal zum Trevi-Brunnen. Nach unserer Rückkehr zum Hotel gab es dann gleich zwei Geburtstage zu feiern.

 

Am Donnerstag (7. September) standen nur noch zwei letzte Programmpunkte an, die antiken Stadtmauern und die christlichen Katakomben, die wir aus Zeitmangel leider nur durch ein Referat vorgestellt bekamen. Anschließend hatten wir drei Stunden Zeit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden, bevor wir um 13 Uhr zum Flughafen gebracht wurden. Leider verzögerte sich auch der Rückflug um mehr als eine Stunde, sodass wir erst gegen 21 Uhr 50 in Kamen – zwar müde und erschöpft, aber voll von interessanten und schönen Eindrücken – ankamen.

 

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