11.01.2018

Projektkurs Geschichte / Sport klettert

Am Freitag (15.12.2017) gingen 11 Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Geschichte/Sport  der Q1 die Wand hoch.

Angeleitet im Wesentlichen von ihrer Mitschülerin Jannika Oebbeke, die von Klasse 6 bis EF an der ZAG Sportklettern teilgenommen hatte, ging es um Techniken des Sicherns und Kletterns und im Einzelfall auch um die Überwindung persönlicher Ängste.

Sport und Klettern? Okay! Aber … Geschichte und Klettern? Das soll zumindest kurz erklärt werden:

Der Projektkurs Geschichte/Sport der Q1 beschäftigt sich mit dem „1. Weltkrieg an der Dolomitenfront“ und geht der Frage nach, warum es in einer derart lebensfeindlichen Umwelt wie dem Hochgebirge im 1. Weltkrieg zu Kampfhandlungen kommen konnte und was für Auswirkungen diese auf die Soldaten und die Zivilbevölkerung hatten.

Im Rahmen dieses Kurses, der von Herrn Joeres und Herrn Füller betreut wird, findet am Ende des Schuljahres eine mehrtägige Exkursion nach Italien in die Dolomiten statt – im wahrsten Sinne auf den Spuren des 1. Weltkrieges, denn viele der heutigen Wanderwege wurden im 1. Weltkrieg als Versorgungswege angelegt.

Da sich die Kursteilnehmer/innen dabei z. T. im hochalpinen Gebirge bewegen und dort Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig sind, werden vorbereitende Elemente in den Projektkurs integriert – so auch das Klettern.

Neben weiteren historischen Anteilen (z. B. Besiedlungsgeschichte des Alpenraumes, Entwicklung des Alpinismus, Kriegsursachen und -verlauf u. a. m.) kommen also die sportlichen Aspekte nicht zu kurz. Auch diese werden sportwissenschaftlich begleitet (z. B. Vorbereitung einer Hochgebirgsexkursion unter sportwissenschaftlichen Aspekten, Höhenkrankheit, psychische Blockaden im Bergsport usw.). Weitere Einheiten zu Themen wie Meteorologie, Ausrüstung, Gefahren und ihre Vermeidung runden die Arbeit ab.

Wesentliche planerische und organisatorische Aufgaben werden dabei zusätzlich von den Schülerinnen und Schülern übernommen: Organisation der Zugfahrt, Buchung der Übernachtung in Berghütten, Festlegung der Wanderstrecke, Einwerben von Sponsorengeldern, Begleitung und Nachbereitung der Exkursion in den sozialen Netzwerken usw.

(Text und Fotos: Arnd Joeres)

 

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