02.07.2018

Sowi-Kurs entdeckt Brüssel

Am 27. Juni hieß es sehr früh aufstehen für den Sozialwissenschaftskurs der Q1. Bereits um 5:30 Uhr fuhr der Zug in Richtung Brüssel. Dort erwartete uns ein sehr abwechslungsreiches Programm in der europäischen Hauptstadt.

Am ersten Tag entdeckten wir die Altstadt Brüssels. Unsere Stadtführerin Birgit zeigte uns die vielfältigen Seiten der Stadt – das alternative Viertel mit kleinen Geschäften mit Antiquitäten, Kunst, Comics und viel Klimbim sowie natürlich auch diversen Kneipen; die versteckten Häuser im Jugendstil, die Unter- und die Oberstadt mit ihren beeindruckenden Bauten; das Schloss, den unbeschreiblichen Großen Marktplatz, … und selbstverständlich auch `Manneken Pis´.

Am Donnerstag stand thematisch die Europäische Union auf dem Programm. Die Mitarbeiterin unseres Europaabgeordneten Dietmar Köster zeigte uns das Herz der Europäischen Union – den Plenarsaal des Europäischen Parlamentes. Sie erklärte uns vor Ort, wer wo sitzt und wie die Arbeit im europäischen Parlament aussieht. Besonders fasziniert waren wir von der Tätigkeit der Simultan-Dolmetscher. Jeder Abgeordnete hat das Recht in der eigenen Sprache zu sprechen. Dies bedeutet, dass die Dolmetscher das gesprochene Wort direkt ins Englische übersetzen. Dieses wiederum wird dann anschließend unmittelbar in die jeweils anderen Sprachen übersetzt. Darüber hinaus gab uns die Europaparlamentsabgeordnete Kerstin Westphal einen Einblick in die Arbeit der Parlamentarier.

Vom Hier und Heute ging es dann in die Vergangenheit: in das Haus der Europäischen Geschichte. Dieses moderne Museum zeigt die Geschichte Europas -von den europäischen Mythen und Entdeckungen, über das Chaos und die Kriegswirren bis hin zu allmählichen Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls im Laufe des 20. Jahrhunderts und schließlich die Entwicklung der Europäischen Union.

Am letzten Tag besuchten wir zunächst Mini-Europe, einen Park am Fuße des Atomiums. In diesem werden die schönsten Monumente der Europäischen Union im Maßstab 1:25 nachgebildet. Bei herrlichem Wetter schlenderten wir durch diesen und konnten Inspirationen zu weiteren Entdeckungen in Europa sammeln.

Unser Programm schlossen wir mit einer Besichtigung der Cantillon Brauerei ab. Verborgen in einem etwas weniger touristischen Viertel ist sie die einzig noch aktive Brauerei in Brüssel, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Besonderheit der Brauerei ist die doppelt-spontangärigen belgischen Biere Gueze, Lambic und artverwandte Biere wie beispielsweise Kriek. Einig waren wir uns darin, dass es im Geschmack sehr einzigartig und sehr verschieden von unserem Pils ist. Es war eine treffliche Gelegenheit noch das ein oder andere Mitbringsel für Zuhause zu kaufen.

Wenn das ´offizielle` Programm beendet war, ging es zumeist in eine der vielen Kneipen, um die Fußballspiele der Weltmeisterschaft zu sehen. Das Aus der deutschen Nationalmannschaft war in der stimmungsvollen Atmosphäre Brüssels schnell vergessen. Schließlich konnten wir am Donnerstag gemeinsam mit den Belgiern ausgelassen ihren Gruppensieg feiern.

 

 

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