24.09.2018

Fahrten-, Projekt- und Einführungswoche – Rückblick I: Abschlussfahrt der 10b nach Berlin

Die 31 Schülerinnen und Schüler unserer 10b brachen am Montagmorgen zusammen mit ihren Klassenlehrern Herrn Lenz und Frau Ziel auf, um Berlin zu erkunden. Nachdem zunächst das Gepäck in der Jugendherberge am Ostkreuz abgegeben war, ging es gleich los zur Spree, um dort die nahe gelegene East-Side-Gallery zu bestaunen. Ein erstes Murren wegen viel zu langer Wege und viel zu großer Hitze zerschlug sich schlagartig, als einige Schülerinnen ein uns Lehrern belanglos erscheinendes Hausboot entdeckten, welches sie aus der Serie „Berlin Tag und Nacht“ kannten – Stimmungtief überwunden! So konnte sich die 10b am späten Nachmittag doch noch wie geplant die zentralen Orte in Berlin Mitte „erwandern“.

Am Dienstag beeindruckten die Geschichten von Anne Frank sowie Otto Weidt, der während der NS­-Zeit Zivilcourage zeigte und blinden jüdischen Menschen half, indem er sie in seiner Bürstenfabrik beschäftigte und somit viele Menschen vor dem sicheren Tod in einem KZ bewahrte. Am Nachmittag stand die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße auf dem Plan. Sehr anschaulich konnten die Schülerinnen und Schüler hier die Dimensionen der deutschen Teilung erfahren.

Politisch wurde es am Mittwoch: 5 Stunden Bundestag! Vortrag im Plenarsaal, Gespräch mit einem Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Ostendorff (Grüne), Aufstieg zur Kuppel sowie abschließend gemeinsames Essen in der Bundestagskantine. Nach so viel Politik kam einigen der abendliche Ausflug in die Diskothek Matrix sehr gelegen.

Am meisten hat die Schülerinnen und Schüler die Zentrale Stasi-Untersuchunghaftsanstalt der DDR Hohenschönhausen beeindruckt, die wir am Donnerstag besuchten. Hierzu trugen insbesondere die authentischen Berichte von Witali bei, der einen Teil der Gruppe durch das ehemalige Gefängnis führte und dessen Großvater hier einige Zeit einsaß. Am Abend fanden sich alle zum letzten Programmpunkt zusammen: Bei der „Weltuntergangstour“ ging es in den Untergrund Berlins. Karsten vom Verein Berliner Unterwelten führte uns durch zwei Atomschutzbunker für den Zivilschutz und verdeutlichte eindrucksvoll die Auswirkungen eines atomaren Schlages.

Mit vielen sehr unterschiedlichen Eindrücken und geschafft von der vielen Lauferei ging es am Freitag wieder zurück nach Kamen.

 

(Text und Fotos: Sebastian Lenz)

 

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