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Europa macht Schule: spannender Austausch mit Japan

Am vergangenen Donnerstag nahm der Erdkunde-Grundkurs von Frau Dryden am Programm „Europa macht Schule“ des DAAD teil.

Ziel des Programms ist es, internationale Studierende mit Schulen zusammenzubringen und interkulturelle Begegnungen durch gemeinsame Projekte zu fördern. Obwohl das Programm den Namen „Europa macht Schule“ trägt, durfte unsere Schule in diesem Jahr sogar über die Grenzen Europas hinausblicken: Zu Gast war die Studentin Hinako aus Tokio in Japan.

Gemeinsam mit Betreuerinnen und Betreuern des Programms von der Universität Duisburg-Essen besuchte sie den Erdkunde-Grundkurs und vermittelte in einer abwechslungsreichen Präsentation anschauliche Einblicke in den Alltag japanischer Jugendlicher. Die Schülerinnen und Schüler gingen dabei der Frage nach, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede das Leben junger Menschen in Deutschland und Japan prägen.

Besonders aus geographischer Perspektive erwies sich das Thema Mobilität als äußerst interessant. Das japanische Verkehrssystem beeindruckte durch seine außergewöhnliche Pünktlichkeit, die hervorragende Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs sowie die Rücksichtnahme und Disziplin der Fahrgäste. Die Diskussion zeigte, wie stark Verkehr und gesellschaftliche Werte miteinander verbunden sind.

Im weiteren Verlauf des Projekttages stellten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Schule vor. Dabei präsentierten sie nicht nur den Schulalltag an der Gesamtschule, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten, die das Schulleben bereichern. Hin zeigte sich vor allem von den freundlichen, farbenfrohen Räumlichkeiten und den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften begeistert. Besonders die Nager- und Aquaristik-AG weckten ihr Interesse.

Umgekehrt fanden die Jugendlichen die in Japan weit verbreiteten Schulclubs besonders spannend. Diese bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv in sportlichen, kulturellen oder kreativen Bereichen zu engagieren und nehmen einen wichtigen Platz im schulischen Alltag ein.

Am Ende des Austauschs waren sich alle Beteiligten einig: Die perfekte Schule würde Elemente beider Bildungssysteme vereinen – die offene Atmosphäre und die vielfältigen Angebote der Gesamtschule ebenso wie die ausgeprägte Clubkultur und einige organisatorische Besonderheiten japanischer Schulen.

Der Projekttag bot nicht nur interessante Einblicke in eine andere Kultur, sondern zeigte auch, wie bereichernd internationale Begegnungen sein können. Er machte deutlich, dass der Blick über den eigenen Horizont hinaus neue Perspektiven eröffnet und gegenseitiges Verständnis fördert.

(Text und Fotos: K. Dryden-Stys)