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Projektkurs Erdkunde/Geschichte auf Exkursion in den Dolomiten

Was macht die Dolomiten eigentlich so faszinierend? Dieser Frage gingen die zwölf Schüler*innen des Projektkurses Erdkunde/Geschichte der Q1 in diesem Schuljahr nach.

Sie untersuchten unter der Leitung von Herrn Gördes und Herrn Joeres den alpinen Raum der Dolomiten unter vielfältigen wissenschaftlichen Gesichtspunkten: Entstehung, klimatische Besonderheiten, Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels, Flora und Fauna, Geschichte des Alpinismus, Tourismus und der Erste Weltkrieg an der Dolomitenfront 1915-1918 waren nur einige der theoretischen Themen, an denen wissenschaftliches Arbeiten geübt wurde.

Darüber hinaus mussten die Teilnehmer*innen nicht nur zu Beginn des Schuljahres ihre konditionelle Eignung bei einer fünfstündigen Konditionswanderung mit mehreren hundert Höhenmetern unter Beweis stellen, sondern auch beim gemeinsamen Klettern ihre Schwindelfreiheit nachweisen. Außerdem standen Wolkenkunde (zur besseren Einschätzung der Wetterentwicklung im Hochgebirge) sowie Ausrüstungskunde auf dem Kursprogramm. Kurz vor Ende des Kurses trafen sich alle Teilnehmer*innen zu einer zweistündigen Wanderung mit vollem Gepäck und Wanderschuhen.

Ziel dieser praktischen Kurselemente war die Vorbereitung auf die abschließende Exkursion in die Dolomiten, genauer gesagt in die Region der Drei Zinnen (Tre cime di Lavaredo).

Vom 05.07. bis zum 10.07.2026 begab sich der Projektkurs schließlich auf die Abschlussexkursion nach Italien. Nach einer schlaflosen ICE-Nacht, einem dreistündigen Aufenthalt in München und einer ereignislosen Weiterfahrt kamen die Schüler*innen am frühen Nachmittag in Sexten/Moos im Pustertal an. Dort begann unter der fachkundigen Leitung von DWV-Wanderführer Herrn Joeres und Herrn Klasing, der spontan für den leider verletzten Herrn Gördes eingesprungen war, der rund dreistündige Aufstieg zur Zsigmondy-Hütte (Rifugio Zsigmondy-Comici). 

Am nächsten Tag erwartete die Gruppe eine Wanderung zur Dreizinnenhütte (Rifugio Locatelli). Dabei wurden vielfach die Spuren des Ersten Weltkriegs in Form von Stacheldraht, Kriegsstollen, Gebäuderesten usw. sichtbar. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast auf der Östlichen Oberbachernspitze (2677 m) mit fantastischer Fernsicht ging es entspannt zum Tagesziel, wo abends ein wunderschöner Sonnenuntergang für gelbglühende Felswände an den weltberühmten Drei Zinnen sorgte.

Am folgenden Tag untersuchten die Schüler*innen den mehrere hundert Meter langen Kriegsstollen unterhalb des Paternkofels und machten sich auf den Rückweg zur Zsigmondy-Hütte.

Der Abstieg ins Fischleintal erwies sich am vorletzten Tag als sehr entspannt. Da noch reichlich Zeit bis zum Beginn der Rückfahrt blieb, konnten die Schüler*innen noch das schöne Örtchen Innichen (S. Candido) erkunden, bevor die Gruppe nach einer weiteren schlaflosen Nacht endlich wieder in Kamen ankam.

Fazit: Eine erlebnisreiche und unvergessliche Exkursion bei bestem Bergwetter mit einer super engagierten und stets hilfsbereiten Gruppe, wie man sie sich nicht besser hätte wünschen können.

(Text: A. Joeres; Fotos: N. Klasing und A. Joeres)